Von alten Waffen

Vor ca. 200 Jahren entwickelten die Ingenieure der damaligen Zeit eine neue Art der Zündung für Schusswaffen. Statt der bislang üblichen Zündung der Treibladung durch Funkenschlag kamen nun erstmals Zündhütchen zum Einsatz. Dies machte die Schusswaffen unempfindlicher gegen Witterungseinflüsse und andere Formen des technischen Versagens. Zudem verringerte sich die Verletzungsgefahr des Schützen durch die eigene Waffe, denn bei der vorher üblichen Zündung mittels Funkenschlag im Steinschloss verbrannte das aufgelegte Zündpulver in geringer Entfernung vor dem Auge des Schützen in der Zündpfanne, was zu Augenverletzungen führen konnte. Das neue Zündsystem nannte man Perkussionsschloss, die damit ausgestatteten Waffen dementsprechend Perkussionswaffen.

 

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Perkussionspistole Kaliber 36

Noch heute werden beim Deutschen Schützenbund Perkussionswaffen in mehreren Disziplinen verwendet. So zum Beispiel auch die Perkussionspistole. Mit dieser einschüssigen Waffe wird auf eine Entfernung von 25 m stehend auf eine Scheibe geschossen. Als Treibladung dient Schwarzpulver und zwar 0,1 Gramm je mm Geschoßdurchmesser. Im Wettkampf werden 15 Schüsse in maximal 40 Minuten abgegeben, so dass als bestes Ergebnis 150 Ringe erzielt werden können.

Die Oberndorfer Bürgerin Claudia Linn nahm als Mitglied der Schützengesellschaft Rockenhausen an den Deutschen Meisterschaften im Wettbewerb Perkussionspistole teil.

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Bronzemedaillengewinnerin Claudia Charlotte Linn mit Perkussionspistole

Claudia Linn erreichte mit 138 von 150 möglichen Ringen den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften und gewann damit die Bronzemedaille.

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Herzlichen Glückwunsch !

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